Kirchspiel Tanna - Schilbach

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Erntedankfest – 4.10. 2020

Hebräer 13, 15-16

Wir wollen nicht aufhören, Gott im Namen Jesu zu loben und ihm zu danken. Das sind unsere Opfer, mit denen wir uns zu Gott bekennen. Und vergesst nicht, Gutes zu tun und allen zu helfen, die in Not sind. An solchen Opfern hat Gott Freude. (HfA)

 

Liebe Gemeinde, Schwestern und Brüder,

mit vielen Früchten aller Art ist unsere Kirche gestern, von fleißigen Händen geschmückt worden. Und es ist in jedem Jahr wieder eine Augenweide, die herrlichen Blumen, die Äpfel und Birnen, die Riesenkürbisse,- um nur ein paar Dinge zu nennen, all das zu sehen und auch zu riechen. Auf dem Altar, das Erntedankbrot und die Weintrauben – als Zeichen des Dankes für Gottes treue Versorgung.  Einmal im Jahr sehen wir es hier in unserer Kirche, mit welcher Fülle von Gaben unser Schöpfer uns beschenkt hat.  Und so wollen wir auch gerne und von Herzen ihm unseren Dank und unser Lobopfer bringen - mit unseren Liedern und Gebeten, mit unserem ganzen Herzen, nicht nur heute, sondern an jedem Tag.  Es ist schön Erntedank zu feiern. Aber es ist auch viel mehr, als nur der Dank für all die sichtbaren Güter und Gaben.  Wir wollen nicht aufhören, Gott im Namen Jesu zu loben und ihm zu danken.  Im Name Jesu?  Ja, denn nur durch Jesus wissen wir, dass unser Schöpfer, unser Vater im Himmel uns so sehr liebt. Mit all diesen wunderschönen Früchten und Gaben wollen wir letztlich sagen und bekennen: GOTT allein ist es, dem wir all das verdanken. ER ist unser Versorger, er hat uns mit all dieser verschwenderischen Schönheit und diesem Reichtum beschenkt. Ihm verdanken wir unser Leben – ihm verdanken wir, dass es Liebe und Freude in unserem Leben gibt. Er gibt unseren Händen und Füßen die Kraft, er gibt uns Verstand und Weisheit. Und ER hat uns nicht nur mit irdischen Gütern reichlich versorgt, nein, in JESUS hat er uns auch die himmlischen Güter geschenkt, das Leben, das in Ewigkeit bleibt. Und darum erinnert uns unser Predigttext zuletzt daran: Vergesst nicht, Gutes zu tun und allen zu helfen, die in Not sind. An solchen Opfern hat Gott Freude.

Übrigens, kennen sie den Unterschied zwischen "Teilen" und "abgeben"?  Ein kleiner Junge bekam von seinem Patenonkel eine Tafel Schokolade geschenkt. Seine Mutter bestand darauf, daß er sie mit seinem jüngeren Bruder teilen sollte. Schweren Herzens brach er die Schokolade in zwei Teile, verglich sie kurz miteinander - und dann gab er seinem Bruder
die etwas kleinere Hälfte. Ganz behutsam erinnerte ihn die Mutter, daß man beim Teilen immer dem anderen die bessere (größere) Hälfte geben sollte. Daraufhin drückte der Junge seinem Bruder alle beide Teile in die Hand und sagte: "Dann soll er teilen!"

"Teilen" beginnt immer im Herzen. Es ist eine Frage der inneren Einstellung. Es gibt ein Sprichwort, in dem sich das so schön widerspiegelt: Geteilte Freude ist doppelte Freude - geteiltes Leid ist halbes Leid.  Die Bereitschaft zu teilen wächst in einem dankbaren Herzen, denn wer weiß, dass er selbst ein – von Gott - "Beschenkter" ist, der schenkt auch gerne weiter. Es ist schade, daß wir so oft erst in äußeren Notzeiten daran erinnert werden, wie reich wir selbst werden, wenn wir beginnen zu teilen. Vielleicht muss Gott schon deshalb solche "Notzeiten" von Zeit zu Zeit zulassen, vielleicht gehört auch diese schwierige „Coronazeit“ dazu? In so manchen Gesprächen in diesen Monaten kam das sehr deutlich zum Ausdruck, dass so manch einer sich neu besonnen hat auf das, was letztlich wirklich wichtig ist und was wirklich zählt,- in einer Welt,- in der alles nur immer noch schneller und weiter und höher hinaus gehen soll. Wir brauchen solche Zeiten der Erinnerung wohl besonders deshalb, damit wir die wirklich wichtigen Werte unseres Lebens nicht ganz vergessen. Denn diese Gefahr ist groß in einer Welt, in der Glück und Zufriedenheit hauptsächlich durch materielle Werte und Güter erwartet wird. Ich las einmal eine Begebenheit, die das sehr schön verdeutlicht.  Ein Indianer war mit seinem weißen Freund in einer großen Stadt unterwegs war. Plötzlich hält er an und sagt: "Hörst du die Grille da drüben."   "Das hörst du bei diesem Lärm," sagt sein weißer Freund.  "Ihr könnt das auch hören, aber eure Ohren sind anders ausgerichtet," sagte der. "Pass auf." Er ließ ein Geldstück fallen und alle Leute drehten sich um, woher dieses Geräusch kam. "Siehst du!" sagte er.   Was sind die wirklichen Werte, die unser Leben wertvoll und lebenswert machen? 
"Deshalb vergesst nicht, Gutes zu tun und mit allen zu teilen, die in Not sind. An solchen Opfern hat Gott Freude."

Das Allerschönste am "Teilen" ist: es vermehrt das Lob Gottes, unseres Schöpfers.Weil wir selbst durch unser Teilen glücklich werden, fällt es uns auch dann viel leichter Gott
zu loben. Weil andere durch das Teilen selbst glücklich werden, können sie mit einstimmen in das Lob Gottes, unseres Herrn. Und am Ende sind wir alle "die Beschenkten".
Ein kleines Kindergebet zum Abschluss: "Ich habe satt zu essen und Schuh und Kleider auch – und Menschen, die mich lieben, und was ich sonst noch brauch. Ich dank dir, Gott, für alles, du machst mich reich und froh. Doch lass mich nicht vergessen, dass Kinder anderswo… vielleicht am Abend weinen und hungrig sind und arm. Gott, du kannst vieles machen, gib, dass sie wieder lachen und mach sie satt und warm."   Darum 
wollen wir nicht aufhören, Gott im Namen Jesu zu loben und ihm zu danken. Das sind unsere Opfer, mit denen wir uns zu Gott bekennen. Und vergesst nicht, Gutes zu tun und allen zu helfen, die in Not sind. An solchen Opfern hat Gott Freude.       AMEN

 

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Samstag, 28. November 2020
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
Jesus spricht: Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.

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