Kirchspiel Tanna - Schilbach

Get Adobe Flash player

 

12. Sonntag nach Trinitatis (30.8.2020) Konfirmation

1. Korinther 3,9-15

Der Apostel Paulus schreibt: Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk. Gott hat mir in seiner Gnade den Auftrag und die Fähigkeit gegeben, wie ein tüchtiger Bauleiter das Fundament zu legen. Doch andere bauen nun darauf weiter. Und jeder muss darauf achten, daß er wirklich sorgfältig arbeitet. Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes oder gar besseres Fundament legen.

 

Liebe Konfirmanden! Liebe Festgemeinde!

„Ihr seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk…“  Zwei wichtige Bilder in diesem kurzen Bibelabschnitt, mit denen uns der Apostel Paulus vor Augen halten will, worauf es wirklich ankommt in unserem Leben als Christen.  Wenn wir an das Ackerland denken, dann ist es entscheidend wichtig, dass der Ackerboden gut vorbereitet wird. Gerade sind die Landwirte wieder dabei, die abgeernteten Felder für die nächste Saat vorzubereiten. Da muss gepflügt werden und geeggt,- da muss gedüngt werden – aber auch mit richtigem Maß… Und dann muss schließlich das gute und wertvolle Saatgut in den vorbereiteten Boden eingebracht werden. Ja, und dann muss natürlich jemand für das richtige Wetter sorgen, damit die Saat auch aufgehen und gedeihen kann. Darauf haben wir aber nur sehr bedingt Einfluss… Ich kenne nur einen, der dafür sorgen kann und es auch tut.  Jesus gebraucht sehr gerne dieses Bild von der Saat im Acker in seinen Gleichnissen über das Reich Gottes und über unser Leben im Reich Gottes. Der same ist das Wort Gottes!! Sagt Jesus.
Heute Morgen möchte ich allerdings ein bisschen tiefer mit euch eintauchen in das zweite Bild, dass Paulus hier gebraucht. Ihr aber seid Gottes…Bauwerk.  Das ist uns wahrscheinlich gar nicht so wirklich bewusst, dass wir ein kunstvolles Bauwerk sind – an dem fortlaufend weiter gebaut wird, unser Leben lang. Allerdings, was darauf gebaut wird, darauf kommt es an.

Eins weiß eigentlich jeder. Ein Haus, das Bestand haben soll, braucht ein gutes Fundament, eine stabile Grundlage. Und darum muss der Architekt und Bauleiter den Untergrund untersuchen und das Fundament sehr gut planen. Zum Bsp. ein Haus, dass auf felsigen Grund gebaut wird, hat da natürlich mehr Chancen, als ein Haus auf sandigem Boden – wenn die großen Unwetter darüber hinweggehen.  Wenn diese Untersuchungen des Baugrunds vernachlässigt werden, kann das echt schlimme Folgen haben, bis dahin, dass ein Haus dann einfach mal im Erdboden verschwindet, was auch heute noch immer mal wieder vorkommt. Dieses Bild greift Paulus auf und will damit sagen: Auch unser Leben als Christen ist wie so ein wachsendes Bauwerk. Und der Untergrund, auf dem auf- und weitergebaut wird, kann nicht verändert werden. Dieses Fundament hat einen Namen: Jesus Christus.  Deshalb sagt Paulus: (Luther)  “Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.” Dieser Satz zeigt uns, worauf sich unser ganzer Glaube, unser Leben als Christen gründet. Ohne dieses Fundament, ohne Jesus Christus, könnte der ganze Bau, - die ganze Gemeinde Gottes - die Kirche - den Stürmen und Fluten der Zeit und des Lebens nicht widerstehen.
Auch wir, liebe Konfirmanden, haben in den knapp zwei Jahren miteinander nachgedacht über diesen Grund, über dieses Fundament unseres Lebens und Glaubens.  Und auf diesem Grund wird also nun weiter gebaut.
Der Grundstein wurde bei euch, und bei uns allen, gelegt durch die Heilige Taufe. In der Taufe hat Gott euch versprochen, dass er euch als seine Kinder angenommen hat.  Durch die Eltern oder Großeltern, - dann die Christenlehre und den Konfi-Unterricht wurde nun weiter darauf gebaut, um euren Glauben zu festigen und für die Stürme des Lebens vorzubereiten. Und es hat uns Freude gemacht, diese Zeit mit euch gemeinsam zu erleben. Auch bei uns selber wurde in dieser Zeit ja weitergebaut und wir sind mit euch gewachsen im Glauben.  
Letztlich aber ist immer entscheidend, ob unser Reden und Tun - auf Jesus Christus gegründet gewesen ist, dem einzigen, tragenden Fundament.  Christus allein - das ist der wichtigste Satz von Paulus. Denn er verkündigt Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen Herrn, mit aller Leidenschaft als das einzige tragfähiges Fundament.  Christus allein - das ist auch der wichtigste Satz der Reformation gewesen, zurück zu dem wirklichen Fundament – zu Jesus Christus.

Aber wie steht es mit uns persönlich? Worauf setzen wir unser Vertrauen? Das kann natürlich nur jeder für sich selbst beantworten. Vielleicht wird sich mancher in diesen Tagen – in denen die Corona-Flut – so manches Lebensfundament ins Wanken bringt - diese Frage selber wieder ganz neu stellen. Wenn auf einmal unsere vermeintlichen Sicherheiten so massiv in Frage gestellt werden, dann rüttelt uns das ganz schön durch. Wie schnell können unsere irdischen Sicherheiten da im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runtergehen.  
Die Flutkatastrophen der letzten Jahre haben das - auch bei uns - vielen Menschen wieder nahe gerückt.  
Paulus will es auf den Punkt bringen, indem er klar sagt:  Es gibt für uns Menschen in dieser Welt keine wirkliche Sicherheit,- außer..  in Jesus Christus!  

Manfred Siebald singt in einem seiner Lieder:
Wie tief kann ich fallen, wenn alles zerfällt, wenn Brücken und Stützen verschwinden?
Wie lang muss ich laufen auf dieser Welt, um sicheren Boden zu finden?

Nie tiefer als in Gottes Hand, nie länger als in seine Nähe.
Nie bau ich mein Leben auf Sand, wenn ich jeden Schritt mit ihm gehe.
 
Jesus redete oft darüber mit seinen Jüngern und seinen Zuhörern, wie wichtig es ist, bevor man baut, die Kosten zu überschlagen. So manche Bauruine erinnert an solche unvernünftigen Bauherren. Wann haben wir das Letzte Mal die Kosten überschlagen für unser Lebensgebäude? Vielleicht nach einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall,- nach einer finanziellen Krise oder nach dem Verlust geliebter Menschen…?
Für jeden von uns gibt es irgendwann solche Punkte im Leben, wo Gott uns daran erinnert, über unser Lebensfundament nachzudenken. Ok. – heute habt ihr, liebe Konfirmanden,- sicher andere Gedanken, die euch beschäftigen. Dürft ihr auch. Aber das Bauen geht weiter, auch in eurem Leben, - immer wieder werdet ihr herausgefordert, Entscheidungen zu treffen. Dann erinnert ihr euch hoffentlich daran, dass wünschen wir euch jedenfalls sehr,-   auf welchem Fundament euer Lebenshaus durch die Taufe gegründet worden ist – auf JESUS CHRISTUS.  Und dann ist es eine wunderbare Möglichkeit für uns als Christen,- mit der Frage heranzugehen: „Was würde JESUS dazu sagen?“ Würde er das gut finden, was ich jetzt mache? Und noch besser, ihr könnt ganz direkt mit IHM darüber reden, ganz persönlich. Ihr habt die Bibel, Gottes Wort, darin findet ihr alles, worauf Gott sich festgelegt hat. Und das gilt!  Es gilt so sehr, dass Jesus einmal gesagt hat: „Himmel und Erde werden einmal vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!“  Deshalb ist auf Gottes Wort so sehr Verlass! Und darum war es uns so wichtig, euch Mut zu machen, die Bibel zu lesen und immer besser kennenzulernen. Das hört natürlich mit dem Ende der Konfirmandenzeit nicht auf – da gilt es ein Leben lang weiter drauf aufzubauen.  Ja, - es ist wahr: Nie bau ich mein Leben auf Sand, wenn ich jeden Schritt mit ihm -mit JESUS gehe!!!  Jesus Christus allein kann uns – euch -  diese tiefe Gewissheit im Herzen schenken. Denn - "Wer Jesus, den Sohn Gottes hat (in seinem Herzen), der hat das Leben!!"  AMEN

 

Wie tief kann ich fallen, wenn alles zerfällt, wenn Brücken und Stützen verschwinden?
Wie lang muss ich laufen auf dieser Welt, um sicheren Boden zu finden.
Nie tiefer als in Gottes Hand, nie länger als in seine Nähe.
Nie bau ich mein Leben auf Sand, wenn ich jeden Schritt mit ihm gehe.

 

Wie frei kann ich werden? Man hält sich für frei und hört doch nicht auf, sich zu binden.
Wie klar kann ich sehen? Wer hilft mir dabei, das Ziel meines Lebens zu finden?
Nie freier als in Gottes Hand. Nie klarer als in seine Nähe.
Nie bau ich mein Leben auf Sand, wenn ich jeden Schritt mit ihm gehe.

 

Wie weit kann ich denken? Wie komm ich dahin, nicht nur für mich selber zu leben?
Wie gut kann ich helfen, wenn andre sich mühn, den Berg ihrer Sorgen zu heben?
Nie weiter als in Gottes Hand. Nie besser als in seiner Nähe.
Nie bau ich mein Leben auf Sand, wenn ich jeden Schritt mit ihm gehe.

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Freitag, 27. November 2020
Herr, vor dir liegt all mein Sehnen, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
Wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.

Kurzandacht

Besucherzähler

Anzahl Beitragshäufigkeit
358760

Login